Aktuelles


Sandra Hoffmann liest aus ihrem Roman Paula

»Mit anamnetischer Sorgfalt ergründet Sandra Hoffmann in Paula ein Schweigen, das sich › wie ein Virus ‹ auf drei Generationen überträgt und in dem initialen Schweigen ihrer Großmutter wurzelt, nach der der Text benannt ist. Die Großmutter schweigt über ihre Lebensgeschichte im Allgemeinen und den Vater ihrer Tochter im Besonderen, die Tochter schweigt über das Schweigen der Mutter und die Enkelin, die versucht all das zu verstehen und daran fast zerbricht, schweigt am Ende auch, obwohl sie sprechen möchte. Aber sie schreibt auch. « ( Franziska Rauh auf literaturkritik.de )
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Termin und Ort
16. September 2021 um 18:00 Uhr
Garten des Cafés Villa Oppenheim
Schloßstraße 55 / Otto-Grüneberg-Weg
14059 Berlin / Charlottenburg

Geschichten teilen, Konflikte verstehen,
Vermittlungsfähigkeit fördern in Institutionen fördern
Kulturarbeit in gesellschaftlichen Übergangsräumen

Eine Fortbildung für Mitarbeiter/innen in Institutionen
(Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, Verwaltungen und Behörden)

Die gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf physisches und psychisches Leiden infolge von Gewalt, Flucht, Vertreibung oder Vernichtung nimmt seit geraumer Zeit zu. Ins Blickfeld rücken insbesondere die Folgen von Kolonialisierung und Dekolonialisierung. Sie zeigen sich nicht zuletzt in den verschiedenen Forderungen nach Wiedergutmachung und Entschädigung. Schwierig wird es, wenn die in Institutionen arbeitenden Fachkräfte verschiedenen Opfergruppen oder Tätergruppen angehören und/oder als Kinder oder Jugendliche selbst Gewalt erlitten haben. Sie stehen nun vor der Aufgabe, die Verantwortung für eine Vergangenheit zu übernehmen, die sie selbst nicht verschuldet haben.

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Ort: nach Vereinbarung
Dauer: 3 x 8 Stunden
Teilnehmerzahl: 8
Preis: nach Vereinbarung

 

Das Modellprojekt wurde von 2015 bis 2019 im Rahmen des Bundesprogramms » Demokratie leben! « gefördert
Diese vielschichtige Problematik stellt für Institutionen wie Kindertagesstätten, Schulen, Jugendämter, Ausländerbehörden, Jobcenter, Betriebe, aber auch Universitäten, eine besondere Herausforderung dar. Werden die vielfältigen Spannungen, die in Erfahrungen aus unterschiedlichen Zeiten und Orten begründet sind, nicht angemessen wahrgenommen und so zur Sprache gebracht, dass Ambivalenzen und Ambiguitäten ausgehalten werden können, entstehen zwangsläufig Polarisierungen oder gar Spaltungen – die derzeit wirkungsmächtigste ist hierzulande die Separierung in »Willkommensfreunde« und »Willkommensgegner«. Werden solche Mechanismen nicht konstruktiv bearbeitet, kann die Funktionsfähigkeit von Institutionen langfristig empfindlich beeinträchtigt werden.